Ausschreibungen:

Schulschachpatent-Lehrgang Chemnitz, August 2010

Christian Steudtmann, 8.8.2010

Druckversion mit Teilnehmerliste

Am 07.08 und 08.08.2010 trafen sich 13, zum Teil recht weit (bis aus dem Allgäu) angereiste Schachfreunde in der Mensa der TU Chemnitz, dem Spiellokal der USG Chemnitz, zum Erwerb des Schulschachpatentes. Die Veranstaltung wurde auch zur Verlängerung der C-Trainer-Lizenz genutzt. Schwerpunkt war, den Teilnehmern eine Orientierung für den Schachunterricht mit Kindern in der Grundschulzeit zu geben. Dabei wurden verschiedene Lehrmethoden vorgestellt - von der sowjetischen/russischen Schachschule über den Brackeler Schachlehrgang, Andreas Hausschild, Chess Tigers u.a. bis hin zur Stappenmethode. So wurden auch die sehr lehrreichen (vom Schachweltmeister Shredder-Programmierer Stefan Meyer-Kahlen programmierten) Chess Tudor-CD's vorgestellt.

Ebenfalls wurde von den vielfältigen Veranstaltungen der Deutschen Schachjugend in Verbindung mit der Deutschen Schulschachstiftung berichtet: DSJ-Akademie, Schulschachkongress, Workshop der Schachschulen. Aus der DSJ-Akademie in Rothenburg an der Fulda im Juni 2010 wurde vor allem das interessante Konzept der Kompetenzraster als ein Mittel zur individuellen Übungs- und Trainingsgestaltung vorgestellt und diskutiert.

B-Trainer und Schachbuchautor Günter Sobeck erzählte wieder in erfrischender Form über sein Buch „Heiner und die 64 Felder”. Auch der Widerspruch zwischen boomendem Schulschach und sinkenden Zahlen im Vereinsschach wurde diskutiert. Zur Auflockerung des Schachunterrichtes - nicht nur in den Grundschulen - wurden einige unterhaltsame Mosaiksteinchen geboten.


Chemnitzer nun offiziell Großmeister

Freie Presse, 4.8.2010

Schach. Gut vier Monate sind vergangen, seit der Chemnitzer USG-Spieler Mathias Womacka bei der Europameisterschaft in Rijeka die Norm des Schach-Großmeisters erfüllte. Nun hat ihm der Weltschachbund FIDE im norwegischen Tromso den Titel offiziell verliehen. Nachdem Womacka 1985 den Titel des FIDE-Meisters errang und 1990 Internationaler Meister wurde, ist nun die Krönung seiner Laufbahn erreicht, für die er 2001 im tschechischen Pardubice und 2010 in Rijeka die erforderlichen Normen erfüllte. Auch das dritte Kriterium, eine ELO von mindestens 2500 zu besitzen, konnte er im Jahr 2002 mit 2506 erfüllen. Die ELO-Zahl ist eine Wertungszahl, die die Spielstärke der Schachspieler zum Ausdruck bringt. Der 44-Jährige ist damit der erste Chemnitzer, dem im Normalschach diese Ehre zu Teil wurde. (mahn)


Sein Vater war der erste Lehrmeister

Jürgen Werner, Freie Presse 3.8.2010

Schach: Stanislav Azimov von der USG Chemnitz ist neuer Stadtmeister - Der gebürtige Russe betreibt seit 50 Jahren diesen Denksport


Stanislav Azimov widmet sich auch in seiner Freizeit dem Schach.
- Foto: Sven Gleisberg
Das „königliche Spiel” ist die Sache von Stanislav Azimov. Der 56-jährige gebürtige Russe ist neuer Chemnitzer Stadtmeister im Schach. Mit seinem Triumph löste er den 14-maligen Titelträger Gerd Lorenz ab, der im vergangenen Frühjahr an einem Krebsleiden verstorben war.
Aus Orjol stammend, rund 340 Kilometer von Moskau entfernt, ist Azimov dem Schachspiel seit 50 Jahren eng verbunden. „Mein Vater hat Schach gespielt, er war mein erster Lehrmeister.” Später gewann er in seiner Heimatstadt zahlreiche Turniere und Meisterschaften. Die Sportart habe im heutigen Russland, vor allem bedingt durch die Tradition der sowjetischen Schachweltmeister, nach wie vor einen höheren Stellenwert als hier zu Lande. Dennoch freue er sich über seinen ersten Titel in Deutschland, für den er, wie er zugibt, „hart kämpfen musste”. Am Ende lag zwischen ihm und dem Zweitplatzierten Ingmar Oltmanns (ebenfalls USG) lediglich ein halber Punkt.
Nach Deutschland kam Azimov mit seiner Frau vor drei Jahren. Inzwischen spricht der studierte Informatiker passabel Deutsch. Seine alte Heimatstadt, wo Tochter Katharina als Sängerin arbeitet, besuche er „eher selten”. Lieber widme er sich hier seinen Hobbys, zu denen er auch Tennis und Fußball zählt. Der größte Teil seiner Freizeit gehe aber für das Schachspiel drauf. „Neben dem wöchentlichen Vereinstraining spiele ich am Rechner.” Sein Vorbild ist Alexander Aljechin, Schachweltmeister von 1927 bis 1935 und von 1937 bis 1946. „Der spielte dynamisch und offensiv. Das passt zu meinem eigenen Stil”, so Azimov.
Auf eine größere Beteiligung bei der nächsten Stadtmeisterschaft hofft dann Günter Sobeck. „Wir hatten nur rund 30 Starter”, äußert sich der Schach-Abteilungsleiter der USG enttäuscht. Immerhin seien rund 200 Chemnitzer in Schachvereinen organisiert - 90 davon bei der USG. Für die geringe Teilnehmerzahl im Vergleich zu den Vorjahren hat Sobeck eine Erklärung: „Zu DDR-Zeiten hatten die Bürger im Gegensatz zu heute eher Feierabend. Wenn Wettkämpfe wie in diesem Fall unter der Woche am Abend stattfinden, wirkt sich dieser Faktor heute spürbar aus.”
Auch die Nachwuchsarbeit könnte aus Sobecks Sicht besser laufen - gerade weil beim Nachwuchs die Schachbegeisterung gegenwärtig so hoch wie selten sei. Ungefähr 300 Kinder würden stadtweit eine Schach-AG an ihren Schulen besuchen. „Aber davon merken weder wir noch andere Vereine viel.” Zu häufig würde bei Kindern und jungen Erwachsenen das Schachbrett nach Ablauf ihrer Schulzeit für immer in den Schrank wandern.

9. Chemnitzer Sparkassen-Cup 2010

Viesturs Meijers gewinnt Sparkassencup in Chemnitz

Dr. Günter Schmidt, 19.6.2010

Druckversion mit Tabelle


Mathias Womacka, Turniersieger Viesturs Meijers und Zigurds Lanka
(v.l.n.r.)
Am 19. Juni 2010 fand bei Rekordbeteiligung von 72 Freunden der „Mittelstrecke” des Schachsports das 9. Schnellschach-Turnier des Chemnitzer Sparkassen-Cups in den Räumen der Sparkasse Chemnitz im VeranstaltungsCenter Moritzhof unter idealen Bedingungen statt. Der Veranstalter USG Chemnitz wurde vom SV ROCHADE Chemnitz unterstützt. Der Präsident des SVS und FIDE-Schiedsrichter André Martin fungierte als Hauptschiedsrichter gewohnt souverän - gemeinsam mit Dr. Andreas Herold (Siebenlehn). Zu Beginn begrüßte Frau Marlene Berthold von der Sparkasse die Schachenthusiasten. Mit einer Gedenkminute wurde der verstorbene Chemnitzer Schachfreund Gerd Lorenz von allen Teilnehmern geehrt. Das Turnier war mit der Teilnahme der beiden lettischen Großmeister Viesturs Meijers (ESV Nickelhütte Aue) und Zigurds Lanka (TSV Schott Mainz) sowie dem Internationalen Meister Mathias Womacka (USG Chemnitz), der bei der Europameisterschaft endgültig die Normen zur Anerkennung als Großmeister erfüllt hatte, hochkarätig besetzt. Komplettiert wurde der Favoritenkreis vom „frisch gebackenen” Sachsenmeister im Schnellschach und FIDE-Meister Cliff Wichmann (ESV Nickelhütte Aue) sowie weiteren FIDE-Meistern und Bundesligaspielern.
Nach vier Runden hatte sich Viesturs Meijers mit nur ganzen Punkten an die Spitze gesetzt, während Zigurds Lanka, Mathias Womacka, Cliff Wichmann und Marcel Gehmlich (SV Motor Hainichen 1949) mit je drei Siegen und einem Remis auf den Plätzen folgten. In der fünften Runde spielten Meijers und Womacka gegeneinander Remis, wie auch in der sechsten Meijers gegen Lanka. Nach dem halben Punkt in der ersten Runde gegen Falk Zimmermann (TV Freiberg 1844) gab Womacka gegen Holger Fiedler (BSG Sebnitz) einen weiteren halben Punkt ab. So konnte überraschend Günter Schmidt (SV Eiche Reichenbrand) zum Chemnitzer „Neugroßmeister” aufschließen. In der Schlussrunde sicherte sich Großmeister Meijers mit seinem Partiegewinn gegen Gehmlich den Turniersieg, während Großmeister Lanka durch das Remis gegen FIDE-Meister Alexander Schenk (USG Chemnitz) einen halben Punkt zurück blieb. Womacka holte mit einem Punkt gegen Rehm (SV 1992Treuen), Schmidt mit einem durch Glück und Geschick erzielten Sieg gegen Wichmann sowie Fiedler, der gegen den Chemnitzer Stadtmeister 2010 Stanislav Azimov (USG Chemnitz) gewann, Zigurds Lanka ein. Während Großmeister Viesturs Meijers mit 6 Punkten klar gewann, entschied über die Reihenfolge vom zweiten bis fünften Platz mit je 5,5 Punkten die Wertung. Dabei belegten die während des Turniers immer in der Spitze spielenden Großmeister Lanka und Womacka verdient die Plätze hinter Meijers. Den Wettbewerb der Jugendlichen gewann Hans Möhn (SC 1911 Großröhrsdorf, 4,5 Pkt.) - bei den Frauen Valeria Pantusenko (SC Gohlis-Leipzig, 4,0 Pkt.). In den Wertungsgruppen lagen vorn: bis 2000 Reinhard Nosek (Schachfreunde Torgau, 5,0 Pkt.), bis 1800 Christian Pössel (ESV Nickelhütte Aue, 4,0 Pkt.), bis 1600 Leon Hollas (ESV Lok Döbeln, 3,0 Pkt.). Herzlichen Glückwunsch und Dank den Großmeistern und Titelträgern, die ihre Motivation für unseren schönen Sport wieder auf die Teilnehmer übertragen konnten!
Dank gilt auch dem Veranstalter, den Schiedsrichtern und Helfern - vor allem aber der Sparkasse Chemnitz für die großzügige Unterstützung. Alle beteiligten Schachfreunde wünschen sich für das nächste Jahr ein ähnlich schönes und spannendes Turnier in diesem für unseren Denksport bestens geeigneten VeranstaltungsCenter der Sparkasse Chemnitz.

USG-Sportler holt sich den Titel

Freie Presse, 15.6.2010

Schach. Stanislav Azimov von der USG hat zum ersten Mal die Chemnitzer Schach-Stadtmeisterschaft gewonnen. In der letzten Runde genügte ihm ein Remis gegen Hans Richter (Ifa Chemnitz) zum Titelgewinn. Damit wurde Azimov Nachfolger seines im März verstorbenen Mannschaftskameraden und Rekord-Siegers Gerd Lorenz. In einem spannenden und bis zuletzt offenen Kampf um die Medaillen schnappte sich Ingmar Oltmanns mit seinem Sieg über Rainer Kutscha (beide USG) im letzten Moment noch Silber und verdrängte Mathias Hörr aus Flauen auf Rang drei. Der Titel des besten Jugendlichen ging bereits zum vierten Mal in Folge an Ingmar Oltmanns. (mahn)


3. Grand-Prix-Serie des Chemnitzer Schachverbandes 2009/10

7. Turnier - Eiche gewinnt beide Pokale

Dr. Günter Schmidt, 28.5.2010

Ergebnisse und Gesamtwertung


Pokalgewinner Dr. Günter Schmidt (mitte),
Zweiter und Vorjahressieger Alfred Pfeiffer (rechts) und
Dritter Hans-Ulrich Döring (links)
Am 28.05.2010 fand das siebte und letzte Blitzturnier des Spieljahres 2009/10 des Chemnitzer Schachverbandes statt. Das Turnier mit achtzehn Schachfreunden in Reichenbrand komplettierte diesen Grand Prix. Insgesamt fanden die Wettkämpfe mit 59 „schnellen Denkern” aus 13 Vereinen eine sehr gute Resonanz. Die Teilnahme von fünfzehn Spielern mit einer Deutschen Wertungszahl über 2000 zeugt auch von den hohen sportlichen Ansprüchen. Die Premiere dieser inzwischen jährlichen Serie fand 2008 anlässlich des Jubiläums 150 Jahre Vereinsschach in Chemnitz statt. Der damalige Sieger, Günter Schmidt (SV Eiche Reichenbrand), hatte die Fronten bereits vor dem Abschlussturnier 2010 geklärt. Er führte uneinholbar vor dem Pokalgewinner des Jahres 2009, Alfred Pfeiffer (USG Chemnitz), der sich allerdings des Ansturms der Verfolger noch erwehren musste. Schmidt gewann auch dieses Turnier. Pfeiffer wurde Dritter und verteidigte seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung. Stanislav Azimov (USG Chemnitz) attackierte mit einer konzentrierten Leistung, wurde im letzten Turnier hinter Schmidt und vor Pfeiffer Zweiter. Er konnte damit Jörg Dölle (SG Adelsberg) vom vierten Platz verdrängen, aber den insgesamt Dritten, Hans-Ulrich Döring (SV Eiche Reichenbrand), nicht mehr überholen. Ermittelt wurden auch die Besten der vier DWZ-Gruppen - bis 1699 (Ulrich Popp, SG Neukirchen), bis 1799 (Frank Schröder, SG Neukirchen), bis 1899 (Jörg Dölle, SG Adelsberg) und bis 1999 (Ulrich Wünsch, USG Chemnitz). Sie konnten dank des Engagements des SV ROCHADE ebenfalls prämiert werden.
In der Mannschaftswertung war vor diesem Turnier noch nichts entschieden. Der SV Eiche Reichenbrand führte klar vor der USG Chemnitz. Aber bei 39 zu vergebenden Wertungspunkten war alles möglich. Die USG holte an diesem Abend zwar mit den Plätzen Zwei (Azimov), Drei (Pfeiffer) und Sieben (Sobeck) 16 Zähler. Aber der Gastgeber SV Eiche verteidigte den Vorsprung durch den Sieg von Günter Schmidt und den 8. Platz von Michael Fehlhammer - und gewann den attraktiven Wanderpokal des Chemnitzer Schachverbandes das dritte Mal hintereinander.
Zum Abschluss des Spieljahres haben die „Schnelldenker” noch einige Höhepunkte zu bestreiten. Am 19.06.2010 findet der 9. Sparkassencup im Hause der Sparkasse Chemnitz im Schnellschach statt. Zuvor am 12. und 13.06.2010 streiten die ganz mutigen „Schachsprinter” um die Sachsenmeistertitel im Schnell- und Blitzschach in Hartmannsdorf.
Schließlich ermitteln die Chemnitzer Senioren am 10.07.2010 ihren Blitz-Meister bei der Schachpremiere im neuen Sportlerheim des TSV IFA Chemnitz in der Eubaer Straße 71.
Das neue Spieljahr beginnt mit den Punktspielen am 05.09.2010 und sollte auch wieder durch die beliebte Blitz-Grand-Prix-Serie 2010/11 des Chemnitzer Schachverbandes ergänzt werden.

Chemnitzer Verbandspokal im Schnellschach

Ulrich Popp, 16.5.2010

Ergebnisse und DWZ-Auswertung


Pokalsieger TSV IFA Chemnitz
Die diesjährige Kreispokalmeisterschaft des CSV im 30 Minuten Schnellschach wurde vom Vorjahrssieger USG Chemnitz ausgetragen. Die Mannschaften von TSV IFA Chemnitz, SV Eiche Reichenbrand, SG Adelsberg, Neukirchen I & II und dem Gastgeber fanden sich am 16.5. in der Mensa der TU ein, um den Besten zu ermitteln. Leider fehlten diesmal die Schachfreunde von CSC Aufbau, TV Grüna und Limbach! Dadurch konnte im Rundensystem gespielt werden.

Die Schachfreunde Roland Ketzscher, Stefan Kapp, Frank Kapp und Matthias Dittmann von IFA zogen von der ersten Runde an ohne Verlust durch und siegten mit 10:0 Punkten! Auf den Plätzen blieb es bis zum Schluss spannend. Letztendlich erkämpften sich Olaf Dietz, Lutz Gerstenberg, Rudolf Frank und Philipp Humburg von der SG Adelsberg mit 7:3 Punkten den zweiten Platz. Knapp dahinter mit 6:4 Punkten kamen Rainer Kutscha, Manfred Günther, Detlef Stopp, Tino Weigel und Tom Seifert vom Gastgeber USG Chemnitz auf den Bronzemedaillenrang.

Platz 4 ging mit 4:6 Punkten an die Schachfreunde von Eiche Reichenbrand und etwas enttäuschend war das Abschneiden der beiden Neukirchner Mannschaften, vor allem von Neukirchen I. Sehr zu loben war die hervorragende Turnierdisziplin!!! Wir werden uns im Jahr 2011 also erneut bei den Schachfreunden von IFA treffen, um das neue Pokalturnier auszutragen. Abschließend noch eine kleine Berichtigung: Nach Festlegung der Vorstandes des CSV verbleibt der Pokal nach dreimaligem Gewinn hintereinander bzw. fünfmaligem Gewinn durch eine Mannschaft im Verbleib des Gewinners!


11. Offene Chemnitzer Senioren-Schnellschach-Einzelmeisterschaft

Dr. Günter Schmidt erneut erfolgreich

Günter König, 15.5.2010

Ergebnisse und DWZ-Auswertung

Siebzehn Schachfreunde und eine Schachfreundin fanden sich am 15.05.2010 im schönen Spiellokal Rembrandt-Eck des TSV IFA ein, um den Senioren-Meister 2010 von Chemnitz im Schnellschach zu ermitteln. Zu Beginn der Veranstaltung würdigte der Turnierleiter den am 27.03.2010 leider verstorbenen Schachfreund Gerd Lorenz, der im Vorjahr bei diesem Turnier den 2. Platz belegt hatte. Auch am Einsiedler Brauhaus-Cup, der ebenfalls vom Chemnitzer Schachverband und dem TSV IFA organisiert wurde, hatte Gerd mehrmals teilgenommen und im Jahr 2000 sogar den Sieg errungen. Mit einer Schweigeminute gedachten die Anwesenden Gerd Lorenz.

In 5 Runden Schweizer-System wurde dann entsprechend der Ausschreibung (vgl. Rochade 3, S. 15) mit vielen interessanten Partien um den Sieg und gute Plätze gekämpft. Von der ersten Runde an ließ der Vorjahressieger und Favorit Dr. Günter Schmidt, SV Reichenbrand Chemnitz, keinen Zweifel an der Wiederholung seines Erfolges vom Jahr 2009 aufkommen. Vor der letzten Runde führte er klar mit 4 aus 4, so dass er sich in der Schlussrunde eine Punkteteilung gegen Roland Ketzscher, TSV IFA, leisten konnte. Hart umkämpft war der 2. Platz, den sich Schachfreundin Liubov Orlova, TSV IFA, die Sachsenmeisterin von 2009, im Endspiel gegen Prof. Dr. Hans Dresig, TSV IFA, sichern konnte. Die weitere Reihenfolge kann der Tabelle entnommen werden.

Das Turnier verlief in einer harmonischen Atmosphäre, da sich die meisten Teilnehmer von den vorherigen Meisterschaften kannten und sich über das Wiedersehen freuten. Etwas enttäuschend für die Veranstalter war die rückläufige Teilnehmerzahl (18 gegenüber 28 im Vorjahr), obwohl die Ausschreibung rechtzeitig in der Rochade 3, S.15 erschien und 25 Vereinen des Spielbezirks Chemnitz zugeschickt wurde. So vermissten wir die Spieler der führenden Vereine von Chemnitz USG, CSC Aufbau und SG Adelsberg.

Von der Turnierleitung wurde in den Pausen auf die weiteren Schachveranstaltungen im Spielbezirk Chemnitz hingewiesen:

  • Sachsenmeisterschaft im Schnell- und Blitzschach am 12./13. Juni in Hartmannsdorf,
  • 9. Chemnitzer Sparkassen-Cup am 19.Juni 2010,
  • Mannschaftsblitzturnier um den Pokal CSC Aufbau am 26. Juni 2010,
  • 1. Offene Chemnitzer Senioren Blitzschach-Einzelmeisterschaft am 10. Juli 2010 bei TSV IFA Chemnitz,
  • Chemnitzer Turm Open 2010 (zuvor Einsiedler Brauhauscup) vom 30.09.-03.10.2010 im Hotel Rabensteiner Hof.
Bei der Siegerehrung wurden den drei Erstplatzierten Urkunden und Preise und für die Plätze 4-10 Gutscheine der Fa. Heinz Bunk, Schachartikel, überreicht. Mit den besten Wünschen für ein gesundes Wiedersehen bei der 12. Meisterschaft 2011 verabschiedete der Turnierleiter alle Turnierteilnehmer.

Mit „ein bisschen Spaß” in die 2. Bundesliga

Schach: Spielerinnen vom CSC Aufbau erreichen als erstes Frauenteam der Stadt die zweithöchste Klasse

Mario Schmidt, Freie Presse vom 8.5.2010


Claudia Fladerer, Lydia Ferrenberg, Kathrin Brand,
Anne Czäczine und Susann Krentz (von links)
haben den Durchmarsch geschafft: Die Mannschaft
des Chemnitzer SC Aufbau ist zweimal in Folge
aufgestiegen und hat Liga zwei erreicht.
- Foto: Kristin Schmidt
Sie wollten „nur Schach spielen und ein bisschen Spaß haben”. Als Ergebnis dieser freudbetonten Saison haben die Spielerinnen des Chemnitzer SC Aufbau als erstes Frauenteam der Stadt den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft. „Als Neuling in der Regionalliga lagen wir vom ersten Spieltag an auf Platz eins. Wir haben einen Lauf bekommen, und die Konkurrenz hat sich gegenseitig die Punkte weggenommen”, berichtet Mannschaftsleiterin Kathrin Brand. Am Ende standen 9:1 Zähler zu Buche, damit konnten Gegner wie Lok Leipzig-Mitte oder die Schach-Pinguine Berlin im wahrsten Sinne in Schach gehalten werden.
Mit einer Altersspanne von 16 bis 33 Jahren gehörte die illustre Chemnitzer Truppe zu den jüngsten der Liga. Sportliches Aushängeschild ist Anne Czäczine. Die 24-Jährige darf sich seit 2004 mit dem weltweit zweithöchsten Titel „Internationale Meisterin” schmücken. „Damals konnte ich bei der Europameisterschaft in Dresden gegen starke Konkurrentinnen so viele Punkte holen, dass es zu diesem Titel gereicht hat”, blickt Anne Czäczine auf das Turnier ihres Lebens zurück. Als Außenseiterin holte sie sechs von zwölf Punkten und bezwang zwei Großmeisterinnen.
Eine Sonderstellung im Aufbau-Team nimmt sie deswegen nicht ein. Vielmehr kommen die jungen Damen als verschworene Einheit daher, was eine wesentliche Voraussetzung für den erneuten Aufstieg war. Einen Trainer gibt es nicht. „Vor jedem Spiel guckt Anne in die Schach-Datenbank und versucht, etwas über die Gegnerinnen herauszukriegen”, erzählt Susann Krentz schmunzelnd. „Zickenkrieg” innerhalb der Mannschaft, die ihre Wettkampfreisen aus privater Tasche bezahlt, sei ausgeschlossen. Und auch die Arbeitsteilung stimmt: Bei Auswärtsfahrten lenkt Susann Krentz den Kleinbus, Lydia Ferrenberg als „Küken” kümmert sich um den organisatorischen Kleinkram.
Während in der Regionalliga zu viert gespielt wurde, gehören in der 2. Bundesliga sechs Spielerinnen zu einem Team. „Einkäufe” von außerhalb kommen für die Chemnitzerinnen allerdings nicht in Frage. „Das würde gegen unsere Vereinsphilosophie verstoßen. Stattdessen werden aus unserem Schülerbereich Talente aufrücken. Eventuell bekommen wir noch eine Spielerin von der USG Chemnitz”, erklärt Kathrin Brand, die auch als Nachwuchstrainerin beim CSC Aufbau aktiv ist.
Der Verein, der in diesem Jahr 50 Jahre alt wird, hat rund 80 Mitglieder, etwa die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. Von „Weiberwirtschaft” kann keine Rede sein. Im Gegenteil. „65 unserer 80 Mitglieder sind männlich”, sagt Kathrin Brand. Die Herren der Schöpfung hätten kein Problem damit, dass die Frauen sportlich den Ton angeben. Brand & Co können sich sicher sein: Im Verein wird man(n) fest die Daumen drücken, wenn im Herbst die Saison in der 2. Bundesliga Ost beginnt. „Unser Ziel kann nur Klassenerhalt lauten”, sind sich die Chemnitzerinnen, die weiterhin ihren Spaß haben wollen, einig.

3. Grand-Prix-Serie des Chemnitzer Schachverbandes 2009/10

6. Turnier - Einzel entschieden, Mannschaftswertung noch offen

Dr. Günter Schmidt, 23.4.2010

Ergebnisse und Gesamtwertung

Am 23.04.2010 veranstaltete der Gastgeber SG Adelsberg das sechste Blitzschach-Turnier der Serie 2009/10 unter idealen Bedingungen im Vereinszimmer der Gaststätte des BSC Rapid Chemnitz e.V. auf der Irkutsker Str. in Kappel. Dreizehn „Blitzer” begannen die dreizehn Runden, davon fünf vom Gastgeber, vier Spieler der Eiche, drei von der USG sowie Dr. Gerd Schwier von der SG Neukirchen.

Nach acht Partien hatten die beiden Spitzenreiter in der Gesamtwertung, Vorjahressieger Alfred Pfeiffer (USG) und Günter Schmidt (Eiche Reichenbrand), volle acht Zähler eingesammelt. Danach fing aber bald die Serie von Pfeiffer an zu bröckeln - während Schmidt weiter seine Kreise zog und klar vor Hans-Ulrich Döring (Eiche Reichenbrand) und Stanislav Azimov (USG) gewann. Alfred Pfeiffer rutschte auf den vierten Platz ab. Damit ist die Einzelwertung insgesamt entschieden, in der Günter Schmidt nicht mehr einzuholen ist. Um den zweiten Platz streiten noch Pfeiffer, Döring und Jörg Dölle (SG Adelsberg).

In der Mannschaftswertung führt Eiche Reichenbrand vor der USG, SG Adelsberg und weiteren acht Vereinen. Erst das letzte Blitzturnier bringt hier die Entscheidung. Noch ist vieles möglich!

Das verspricht am Ende dieser Grand Prix Serie des Chemnitzer Schachverbandes am 28.05.2010 bei der Eiche in der Brauerei Reichenbrand, Zwickauer Str. 478, 09117 Chemnitz (Meldeschluss 18:45 Uhr) noch einmal viel Spannung.


Abschluss der Chemnitzer Verbandsliga 2009/10

Ulrich Popp, 7.4.2010

Druckversion mit Tabelle

Zuerst möchte ich den im Vorfeld favorisierten Burgstädtern zum Sieg bei den Chemnitzer Verbandsliga-Wettkämpfen gratulieren! Sie haben nur einen Mannschaftspunkt an Sachsenring abgegeben und einen glatten Start-Ziel-Sieg hingelegt. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hatte die Chemnitzer Verbandsliga am 11.4.2010 ihr letztes Punktspiel. Ich freue mich, dass insgesamt 8 Mannschaften daran teilgenommen haben. So hatten viele Nachwuchsspieler die Möglichkeit ihr Können unter Beweis zu stellen und altgediente Schachexperten konnten wieder Mal einige Wettkämpfe bestreiten. Es hat sich auch gezeigt, dass dieses Turnier mit 4er Mannschaften Spaß macht und benötigt wird um auch Nachwuchs heran zuführen und Vereinen denen das Potenzial für eine 8er Mannschaft fehlt die Möglichkeit für Wettkämpfe einzuräumen.

Die Spiele zur neuen Verbandsliga starten dann wie gewohnt im Herbst. Meldetermin 1. September 2010 !

Auf die Teilnahmeberechtigung aller Verbandsligamannschaften am diesjährigen Schnellschach-Verbandspokal am 16. Mai 2010 möchte ich besonders hinweisen.

Beste Grüße,
Ulrich Popp


Frauenteam steigt in zweite Liga auf

Mario Schmidt, Freie Presse vom 6.4.2010

Erstmals hat ein städtisches Frauenteam den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft. Mit einem 2:2 gegen den schärfsten Rivalen, die Schach-Pinguine aus Berlin, gelang der Vertretung des Chemnitzer SC Aufbau der Sprung in die zweithöchste deutsche Spielklasse. Die Mannschaft trat mit Anne Czäczine, Katrin Brand, Susann Kreutz, Lydia Ferrenberg und Claudia Fladerer an. Spitzenspielerin ist Anne Czäczine, die den Titel Internationale Meisterin trägt und beim SK Großlehna bereits Erfahrungen in der 1. Bundesliga sammeln konnte.


Denksportler trauern um Gerd Lorenz

Mario Mahn, Freie Presse vom 1.4.2010


Die Chemnitzer Denksportler trauern um einen ihrer erfolgreichsten Spieler. Der 14-fache Stadtmeister Gerd Lorenz erlag im Alter von 65 Jahren einem schweren Krebsleiden. In seiner für Amateurverhältnisse sehr erfolgreichen Laufbahn sorgte der USG-Spieler insbesondere mit grandiosen Partien gegen namhafte Konkurrenz für Furore. Beste Beispiele waren der Erfolg im Blitz-Schach gegen Ex-Weltmeister Michail Tal und zahllose Siege gegen Großmeister. Auch als Stammspieler im Chemnitzer Team - Höhepunkt war 1997 der Start in der 1. Bundesliga - verkörperte Lorenz den Ausnahmekönner, dem mit seinem außergewöhnlich hohen Schachverstand nur schwer beizukommen war.

Chemnitz hat ersten Großmeister

Schach: Mathias Womacka erreicht bei Europameisterschaft in Kroatien die weltweit höchste Einstufung

Mario Schmidt, Freie Presse vom 24.3.2010


Mathias Womacka ist erfolgreich am Zug
Nicht nur für Mathias Womacka, sondern für die gesamte Schachszene der Stadt waren die Europameisterschaften im kroatischen Rijeka ein Turnier von historischem Wert. Als Ergebnis der Titelkämpfe hat Chemnitz seinen ersten Großmeister - die weltweit höchste Einstufung, die es im Schachsport gibt. „Ich habe die Bestätigung erhalten, die Norm geschafft zu haben. Jetzt muss der Titel beim Weltverband schriftlich beantragt werden”, berichtet Womacka. Der 43-jährige von der Uni-Sportgemeinschaft (USG) Chemnitz war mit seinem Vereinsgefährten Carlo Kunze nach Kroatien gereist. „Rijeka hatte mir als Austragungsort zugesagt. Wenn es im Turnier für mich schlecht gelaufen wäre, hätte ich ein bisschen Urlaub in dieser schönen Region gemacht”, sagt Womacka. Doch daran war nicht zu denken. Stattdessen vollbrachte der Chemnitzer am Brett Sensationelles.
Im Feld der 408 Teilnehmer bei dieser für jedermann offenen EM war er an Position 218 gesetzt. „Es wurde nach dem so genannten Schweizer System gespielt. Das bedeutet, dass man gegen die Top-Spieler antreten muss, wenn man wie ich in der unteren Hälfte gesetzt ist”, so Womacka, der beruflich als Vermessungsingenieur tätig ist. In der ersten Runde saß der USG-Sportler gleich einem Spieler der erweiterten Weltklasse gegenüber: Gabriel Sargissjan aus Armenien. Er hatte keine Chance, und genau die nutzte er. „Ich hatte nichts zu verlieren. Mit dieser Einstellung bin ich in die Partie gegangen. Ich wollte alles versuchen und war neugierig darauf, wo der große Unterschied zwischen mir und so einem Klassemann liegen würde” bemerkt Womacka schmunzelnd. Von einem Unterschied war jedoch kaum etwas zu spüren. Der Internationale Meister (zweithöchste Einstufung im Schach) aus Sachsen trotzte Sargissjan ein Remis ab.
Und Womacka sorgte weiter für Furore. „Das Auftaktspiel war für mich das Signal - hier geht was”, blickt der 43-jährige zurück. In der zweiten Partie schaffte er gegen den Ukrainer Anton Korobov, ebenfalls ein Vertreter der erweiterten Weltelite, erneut eine Punkteteilung. Er bekam immer mehr Oberwasser, gewann die dritte Partie, diesmal als Favorit, um anschließend gegen zwei weitere klar favorisierte Großmeister remis zu spielen. Plötzlich wurde ihm bewusst, dass er die Großmeister-Norm schaffen kann. „Entscheidend dafür ist, dass man gegen bestimmte Gegner gute Resultate erzielt. Bei der EM zählten diesbezüglich die ersten neun Runden”, erklärt Womacka. Nach einem Sieg und einer Niederlage im siebenten und achten Spiel stand fest, dass er aus den nächsten beiden Partien noch einen Punkt benötigt. „Ich traf anschließend auf einen Russen, der ein Remis-Angebot meinerseits ablehnte. Er dachte, er kann mich schlagen. Aber ich habe ihn ausgekontert und gewonnen. Die Norm war erfüllt”, erzählt der Chemnitzer vom größten Moment seiner Schach-Laufbahn, die er als Siebenjähriger begonnen hatte.
Dass es zum Schluss nicht mehr nach Wunsch lief, konnte er locker verschmerzen. Nach elf Partien, die bis zu fünf Stunden dauerten, hatte Womacka 5,5 Zähler auf dem Konto und Platz 182 erreicht. Sein Vereinsgefährte Carlo Kunze verkaufte sich teuer und landete auf einem guten 240. Rang. Unmittelbar nach der Rückkehr machten die beiden mit ihrem Team den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga perfekt. Sangerhausen wurde 5,5:2,5 bezwungen. „In diesen Tagen sind Weihnachten und Ostern zusammen gefallen”, meint Womacka lächelnd. Es ist das Lächeln eines frisch gebackenen Großmeisters, von denen es in Deutschland bisher nur 74 gibt.

3. Grand-Prix-Serie des Chemnitzer Schachverbandes 2009/10

5. Turnier - Teilnahmerekord und Attacke der USG

Dr. Günter Schmidt, 4.3.2010

Ergebnisse und Gesamtwertung


Internationaler Meister
Mathias Womacka
Am 04.03.2010 fand das fünfte Turnier der Serie 2009/10 mit der Rekord-Teilnehmerzahl von 24 „Blitzern” statt. Die USG Chemnitz meisterte den Andrang clever und mit organisatorischer Routine.

Der Gastgeber zog alle Register, um eine „Attacke” auf die Spitze in der Mannschaftswertung „zu reiten”. So nahm der Internationale Meister, Mathias Womacka, einen Tag vor der Abreise zur Europameisterschaft an diesem Turnier des Chemnitzer Schachverbandes teil. Von der USG sind vom 05. - 19.03.2010 Mathias Womacka und Carlo Kunze in Rijeka / Kroatien beteiligt. Man kann also ermessen, wie ernst die USG die Aufholjagd auf den führenden SV Eiche Reichenbrand nimmt.

Wegen der hohen Teilnehmerzahl wurde erstmalig in zwei Vorgruppen gespielt. Aus diesen trat dann erwartungsgemäß Mathias als der Sieger der Gruppe A gegen den Zweitplatzierten der Gruppe B, Holger Fiedler von der BSG Sebnitz an. Der überraschte und hielt Remis. Dem Favoriten genügte das allerdings, da als Wertung die bessere Platzierung in der Vorrunde galt. In dem anderen Halbfinale setzte sich Alfred Pfeiffer (USG) gegen Andre Hoffmann (Eiche) durch. So kam es zum USG-internen Finale zwischen Womacka und Pfeiffer, welches Mathias erwartungsgemäß für sich entschied. Holger Fiedler kam noch mit einem Sieg gegen Andre auf einen „Podestplatz”. Die USG machte gegen die Eiche in diesem Turnier mit 21 gegen 6 Zähler in der Mannschaftswertung erheblich Boden gut - erreichte die Spitze aber noch nicht ganz. Im Gesamteinzel-Klassement führt Günter Schmidt (Eiche) vor Alfred Pfeiffer (USG) und dem aufholenden Andre Hoffmann (Eiche). Diese Aufholjagden sind das „Salz in der Suppe” und versprechen also in den folgenden Wettkämpfen weiter viel Spannung. Bei zwei ausstehenden Turnieren ist noch nichts entschieden. Es kommen nur vier Turniere in die Einzelwertung - für einen Teilnehmer können die schlechtesten Platzierungen gestrichen werden, wenn er an mehr als vier Turnieren teilgenommen hat. Für die Mannschaftswertung zählen alle erzielten Wertungspunkte - ohne Streichungen. Da spielt insbesondere die rege Teilnahme der Vereine eine wichtige Rolle.

Das sechste Blitzturnier dieser laufenden Grand Prix Serie des Chemnitzer Schachverbandes findet
- nach geänderter Ausschreibung -
am Freitag, den 23.04.2010 (Meldung bis 18:45 Uhr) im Vereinshaus Kappel von „Rapid Chemnitz”, Irkutsker Str.125, beim Gastgeber SG Adelsberg statt.


3. Grand-Prix-Serie des Chemnitzer Schachverbandes 2009/10

4. Turnier als „Wünsch Dir 'was,...” - Veranstaltung

Dr. Günter Schmidt, 29.1.2010

Ergebnisse und Gesamtwertung


Ulrich Wünsch (2009)
Am 29.01.2010 fand das vierte Turnier der Serie 2009/10 mit der hohen Teilnehmerzahl von 21 Chemnitzer „Blitzern” statt.

Die TSV IFA Chemnitz hatte das Turnier wieder vorbildlich vorbereitet. Der Abteilungsleiter Günter König bot neben sehr guten Spielbedingungen auch einen Pausenimbiss an und lockte außerdem mit Preisen für die drei Bestplatzierten. Andreas Schulze arbeitete routiniert am PC und sorgte so für einen zügigen Ablauf, laufende aktuelle Informationen und erfüllte schließlich alle Wünsche nach gedruckten Abschlusstabellen.

An diesem Abend wurden überhaupt viele Wünsche erfüllt. Das Turnier verzeichnete neben der ausgezeichneten Organisation auch eine Rekord-Teilnehmerzahl in der laufenden Serie. Insgesamt haben sich damit bis jetzt 41 Schachfreunde aus 11 Vereinen beteiligt. Und der Stand in der Gesamtwertung - Einzel und Verein - versprach viel Spannung.

Extrem aber wurden die Wünsche von Ulli Wünsch (USG Chemnitz) erfüllt - und zwar von ihm selbst. Trotz starker Konkurrenz gewann er ausnahmslos alle Partien - meisterte mit hoher Konzentration auch für ihn kritische Situationen, die es ja in solch einem Blitzturnier immer gibt. Aber eine hundertprozentige Ausbeute bei relativ ausgeglichener Teilnehmerstärke ist wohl fast einmalig. Ullis Abteilungsleiter von der USG, Günter Sobeck, war ganz konsterniert und ließ von Runde zu Runde verzückte Ausrufe vernehmen.

Alle anderen konnten Ulli letztendlich nur anerkennenden Beifall zollen. Mit fünf Punkten Vorsprung gewann er dieses Turnier vor dem in der Gesamtwertung führenden Günter Schmidt (Eiche Reichenbrand, 15,0 Punkte) und Alfred Pfeiffer (USG, 14,5 Punkte).

In der Vereinswertung hatte die USG eine erfolgreiche Attacke „geritten”. Sie holte 23 Wertungs-punkte, die führende Eiche nur 14. Dennoch führt die Eiche mit insgesamt 66 Punkten vor der USG mit 42 Zählern - und der SG Adelsberg mit 13 Punkten. Die Aufholjagd der USG verspricht also in den folgenden Turnieren weiter viel Spannung. Auch in der Einzelwertung ist bei noch drei ausstehenden Turnieren nichts entschieden, da dort nur vier Turniere in die Wertung kommen - also für einen Teilnehmer die schlechtesten Platzierungen gestrichen werden können, wenn er an mehr als vier Turnieren teilgenommen hat.

Das fünfte Blitzturnier dieser laufenden Grand Prix Serie des Chemnitzer Schachverbandes findet am Donnerstag, den 04.03.2010 (Meldung bis 18:45 Uhr) in der „Höhle des Löwen” bei der favorisierten USG in der Mensa Straße der Nationen statt.